Verband der Deutschen Daunen- und Federnindustrie e.V.
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CO2 neutrale Website

Falls Sie bei der Eingabe der Internetadresse des VDFI eher an den „ Verband der Deutschen Federnindustrie“
(Metallverarbeitung) gedacht haben, bringt Sie ein Mausklick dorthin.

Links:

Der VDFI ist Mitglied im

EDFA

Europäischen Daunen- und Federnverband

Nomite

NOMITE – für Hausstaub-
allergiker geeignet

IDFB

Internationales Daunen- und Federnbüro

Aktuell

Nachhaltig wirtschaften - Wareneinsatz rückverfolgbar machen

Unter dieser Maxime steht die Arbeit des Verbands der Deutschen Daunen- und Federnindustrie zur Dokumentation der Gewinnung von Daunen und Federn. An dieser Stelle informieren wir Sie regelmäßig über den aktuellen Stand.

Im VDFI e.V. haben sich 28 Unternehmen zusammengeschlossen, die daunen- und federngefüllte Zudecken und Kissen sowie Komponenten zur Herstellung dieser Artikel produzieren und anbieten. Die Bettfedernindustrie verarbeitet im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens Daunen und Federn, die bei der Geflügelfleischproduktion als Nebenprodukt anfallen.

Die Mitglieder verurteilen alle Formen der Daunen- und Federngewinnung vom lebenden Tier, die europäisches Recht verletzen, und verpflichten sich, kein tierquälerisch gewonnenes Füllmaterial zu beziehen. Diese Verpflichtung haben die Firmen als zusätzlichen Bestandteil in ihre Kaufverträge und Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgenommen.

Im Rahmen eines Rückverfolgbarkeitssystems dokumentieren die Verbandsmitglieder darüber hinaus ihren Einkauf von Daunen und Federn. Durch Audits, durchgeführt von neutralen Prüf- und Zertifizierungsorganisationen, wird die betriebliche Praxis der Firmen regelmäßig kontrolliert.

Gegenwärtig laufen die aktuellen Auditierungen aller Unternehmen, die bis Herbst 2012 abgeschlossen sein werden.

 

VDFI hilft CO2 Emissionen zu reduzieren

Die Erwärmung der Erdatmosphäre und der damit verbundene Klimawandel sind ein weltweites Problem. Als Hauptverursacher gilt der weltweite CO2-Ausstoß, aber auch das Schrumpfen der Regenwälder durch Brandrodungen. Politiker und Umweltschutzverbände fordern einhellig den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Beispielsweise beschloss die EU das schrittweise Verbot der klassischen Glühbirne. Aber auch das Surfen im Internet und das Anbieten von Informationen auf Servern verbrauchen Strom und verursachen damit CO2-Emissionen.

Jeder Computer zuhause, mit dem Sie diese Internetseite lesen, verbraucht Strom. Jeder Klick auf einen Link produziert also CO2. Marktforschungsinstitute schätzen, dass die Informations- und Kommunikationstechnologie für über 2% der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist.

Niemand möchte deshalb das Internet abschalten. Schließlich würde die Rückkehr zu den klassischen Printmedien erhebliche Kosten verursachen. Zudem wäre diese Maßnahme auch nicht CO2-neutral. Wie also den CO2-Anteil von Webseiten neutralisieren? Der VDFI hat sich dazu der Initiative "CO2-neutrale Website" angeschlossen. Das Ziel der dänischen Initiative ist es, die durch das Internet verursachte CO2-Emission auf dem Wege der Freiwilligkeit zu kompensieren. Das geschieht auf zwei Wegen.

CO2-Neutralisierung

Der VDFI hat sich verpflichtet zur Verminderung der CO2 Belastung beizutragen. Mit einem Jahresbeitrag, der nach den Zugriffen auf unsere Website bemessen ist, tragen wir zur Neutralisierung der CO2-Belastung bei. Mit diesem Beitrag helfen wir, dass CO2-Quoten (nach EUA Standard) vermindert werden. Das Aufkaufen und Vernichten von Quoten wird von staatlichen Behörden in der EU vorgenommen.

Projekte nachhaltiger Energiegewinnung

Ferner beteiligt sich die Initiative an Projekten nachhaltiger Energiegewinnung. Das sind Windkraftanlagen oder Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz.

Infos: www.co2neutralwebsite.de

 

Statement des VDFI vom 15.09.2010

Der VDFI hat es sich zur Aufgabe gemacht, über Fortschritte zu seinen Arbeiten zur Dokumentation der Gewinnung von Daunen und Federn zu informieren. Dieses Statement informiert über den aktuellen Sachstand.

Ausgangspunkt:

Die Bettfedernindustrie wurde gegründet, um die Nebenprodukte der Fleischerzeugung, die nach der Schlachtung des Wassergeflügels (Gänse und Enten) anfallen, weiterzuverarbeiten.

Die Bettfedernindustrie selbst betreibt keine Geflügelzucht, sondern kauft Nebenprodukte der Fleischerzeugung auf. Dass die Bettfedernindustrie wegen der Federngewinnung von der lebenden Gans des Öfteren medial angeprangert wird, wird den tatsächlichen, wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht gerecht.

Ca. 98% des weltweiten Geschäftsbereichs der Bettfedernindustrie wird durch Aufkommen abgedeckt, das nach dem Schlachten von Enten und Gänsen anfällt, denn die Tiere werden einzig und allein dazu gehalten, die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern. Federn und Daunen sind ein natürliches Nebenprodukt, das im Rahmen der Fleischverarbeitung anfällt und im Sinne des nachhaltigen Wirtschaftens weiterverwertet wird.

Nur schätzungsweise zwei Prozent des Weltaufkommens von Federn und Daunen werden von lebenden Gänsen gewonnen. Medial steht diese Art und Weise der Federngewinnung allerdings im Kreuzfeuer der Kritik, da in der Vergangenheit von Übergriffen berichtet wurde, die auch von unseren Mitgliedern auf das Schärfste verurteilt werden.

Sollten Personen Kenntnis davon erlangen, dass eine Federngewinnung außerhalb der Mauser erfolgt, so ist es nach Meinung unseres Verbandes und nach der geltenden Rechtsauffassung die Pflicht eines jeden, diesen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz polizeilich anzuzeigen, damit diejenigen, die solche Praktiken anwenden, auch bestraft werden.

Zur Beurteilung der Federngewinnung von der lebenden Gans muss unterschieden werden zwischen der zulässigen Federngewinnung während der Mauser (Ernten oder Gewinnen bzw. Pflücken von reifen Federn und Daunen von der Gans zum Zeitpunkt der Mauser) und dem unzulässigen Lebendrupf außerhalb der Mauser.

Nach geltenden europäischen Bestimmungen ist die Federngewinnung von der lebenden Gans während der Mauser zulässig; außerhalb des Mauserzeitpunktes allerdings nicht. (Die Mauser ist ein ständig wiederkehrender hormonell gesteuerter Prozess zur natürlichen Erneuerung des Gefieders. Dabei fallen die reifen Federn und Daunen aus.)

Derzeitiger Sachstand zu den weiteren Arbeiten auf der Ebene der Europäischen Kommission:

Zur Erweiterung und Konkretisierung der bereits existierenden Vorschriften hat die Europäische Kommission das Thema „Federngewinnung von der lebenden Gans“ auf ihre politische Agenda gesetzt. Die Europäische Kommission hat die European Food Safety Authority (EFSA) damit beauftragt, ein Gutachten zu erstellen, inwieweit die derzeitige europäische Regelung der Federngewinnung von der lebenden Gans noch sach- und zeitgerecht ist. Die grundlegende, wissenschaftliche und politische Bearbeitung des Themas wird von uns begrüßt, denn wir erwarten von den dort angestoßenen Arbeiten eindeutige Regeln, deren Umsetzung auch für unsere künftige Warenbeschaffung wichtig ist.

Die EFSA hat ihre Arbeit aufgenommen und wird dieses Gutachten bis November 2010 an die Europäische Kommission weitergeben. Diese wird über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

Das Gutachtergremium der EFSA ist besetzt mit Wissenschaftlern, Vertretern von Tierschutzorganisationen, Tierschutzbeauftragten und Repräsentanten der EFSA.

Derzeitiger Sachstand zu den weiteren Arbeiten des Verbandes:

Für einen fachkundigen Rohwareneinkäufer der Bettfedernindustrie ist es durchaus erkennbar, ob es sich bei der ihm angebotenen Rohware um ein übliches Warenaufkommen nach dem Schlachten der Tiere handelt oder, ob die Ware von der lebenden Gans gewonnen wurde. Allerdings ist diese genaue Zuordnung nach einer vollständigen Bearbeitung (Sortierung, Waschen und Trocknen) nicht mehr möglich.

Unsere Mitglieder sind deshalb damit befasst, ein System der Rückverfolgbarkeit aufzubauen, mit dem dokumentarisch belegt werden kann, dass die eingekaufte und verarbeitete Ware ordnungsgemäß gewonnen wurde.

Die Dokumentation beginnt beim Einkauf, sodass es bei einer vollumfänglichen Dokumentation der eingekauften Ware unerheblich ist, ob zur Herstellung einer Zudecke Federn und Daunen unterschiedlicher Provenienzen (Herkunftsländer) verwendet worden sind.

Da uns die ordnungsgemäße Herkunft der Ware sehr wichtig ist, kommt dieser Dokumentation eine herausragende Bedeutung zu. Wir kümmern uns um die Herkunft unserer Produkte, wählen sie sorgfältig aus und stellen daraus nachhaltige Fertigprodukte wie z.B. Kissen und Zudecken her.

Ferner ist geplant die zurückverfolgbare Ware mit einem Zeichen zu markieren. Die Arbeiten hierzu laufen auf Hochtouren. Wir denken, dass dieses System bald präsentiert werden kann.




Federbetten für Asthmatiker

Asthmatiker sollten lieber in Federbetten als in synthetischem Bettzeug schlafen. Das hat eine jüngst im Journal of Asthma veröffentlichte Untersuchung ergeben (1). Neuseeländische Forscher fanden heraus, dass Bettwaren mit echten Federn weniger Beta-Glucan enthalten als synthetisches Bettzeug.

Glucane sind nicht-allergene, fettlösliche Bestandteile der Zellmembran von Pilzen. Der Anteil der Glucane am Trockengewicht der Zellmembran beträgt bis zu 60 %. Die Inhalation von Beta-Glucan kann Veränderungen der Lungenfunktion und der Variabilität der Peak-Flow-Werte verursachen. Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass Beta-Glucan dosisabhängig Irritationen im Rachen, trockenen Husten, Hautjucken, nasale Probleme und Müdigkeit verursacht.

In die Studie einbezogen wurden Staubproben von Matratzen, Zudecken, Kissen, und Fußböden aus 35 Haushalten des Bezirks Wellington/Neuseeland. Dabei war die Konzentration von Beta-Glucan in Kissen mit Synthetikfüllung 2 - 3-mal höher als in Federkissen. In synthetischen Zudecken wurden sogar 7 - 8 fach höhere Konzentrationen im Vergleich zu Federbetten bestimmt. In früheren Untersuchungen (2) konnte ein ähnlicher Effekt für Hausstaubmilben-Allergene nachgewiesen werden. Bettdecken aus Synthetikware waren dabei mit einer stärkeren Asthmasymptomatik assoziiert als Bettdecken gefüllt mit dem Naturmaterial Daunen und Federn.

(1) Heyes J., et al., ß-(1,3)-Glucan Levels and Its Determinants in New Zealand Bedrooms, Journal of Asthma, 46:1, 64-66
(2) Siebers R., Fitzharris P., Crane J.: Feather bedding and allergic disease in children: a cover story?, Clin. Exp. Allergy 2002; 32: 1119-1123


Statement des VDFl vom 20.08.2009

Die Bettfedernindustrie verarbeitet ausschließlich Federn und Daunen als Nebenprodukte der Fleischerzeugung. Unsere Industrie ist in der Internationale Klassifikation der Wirtschaftszweige für die Zwecke des Statistischen Bundesamtes eingeordnet unter "Schlachten von Geflügel - Verarbeitung von Nebenprodukten". Bereits aus dieser Klassifikation geht hervor, dass sich unsere Branche zu dem weit überwiegenden Teil mit der Verarbeitung und Aufbereitung von Federn und Daunen beschäftigt, die nach dem Schlachten des Geflügels anfallen. Nach unseren Berechnungen auf Basis von Erhebungen bei unseren Mitgliedern werden nur ca. 2% des jährlichen weltweiten Aufkommens vom lebenden Tier gewonnen, und das nur von Gänsen. 98 % des weltweiten Aufkorrimens an Federn und Daunen fallen nach dem Schlachten des Geflügels an.

Bei der Gewinnung von Daunen und Federn vom lebenden Tier darf nur der Mauserrauf unter sehr strengen Auflagen von Hand vorgenommen werden. Der Rauf muss nach eindeutig und gesetzlich vorgegebenen Regeln erfolgen. Sollten Vorgänge aufgedeckt werden, dass z. B. Mauserrauf von Gänsen nicht tierschonend vorgenommen wird, müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Bettfedernfabriken prüfen die Produkte sorgfältig anhand von Warenmustern, die vor dem Einkauf und vor den Preisverhandlungen begutachtet werden. Unreifes und nicht ordnungsgemäß gewonnenes Material ist als Füllung in hochwertigen Bettwaren ungeeignet. Insbesondere in Deutschland wird darauf geachtet, dass die angeboten Bettwaren den Anforderungen der DIN EN 12934 Klasse I entsprechen, der höchsten Qualitätsklasse. Nicht ordnungsgemäß gewonnene Daunen und Federn eignen sich nicht für diese Qualitätsklasse.

Der Einkauf von Federn und Daunen erfordert jahrzehntelange Erfahrung und viel Sachkenntnis, auch was die Einkaufsquellen betrifft. Diese Einkaufsquellen sind das Kapital unserer Firmen. Sie öffentlich zu machen, wurde unsere Arbeitsplätze, die aller unserer Mitarbeiter und der vor- und nachgelagerten Branchen gefährden.

Wir als Verband werden zusammen mit unseren Mitgliedern einen Königsweg beschreiten, um unseren Kunden und der interessierten Öffentlichkeit dokumentieren zu können, dass bei der Gewinnung der (Roh)ware der Tierschutz beachtet wird. Hierzu wird ein Team aus Sachverständigen, Wissenschaftlern, Verbrauchervertretern,
Prüfinstituten und politischen Organisationen einen Produktlebenszyklus ausarbeiten, der die Ordnungsmäßigkeit der Gewinnung der Ware - unterfüttert durch neutrale Kontrollen - nach außen darstellt. Dadurch wird die Arbeit zum Tierschutz transparent, die der VDFl bereits seit 13 Jahren betreibt. Seit diesem Zeitpunkt setzen wir uns dafür ein, dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz
angezeigt und geahndet werden. Wir als Verband haben auch das „Europäische Übereinkommen zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen" initiiert und gemeinsam mit Parlamentariern und Tierschutzbeauftragten ins Leben gerufen. Uns liegt Tierschutz und eine, durch den oben erwähnte Lebenszyklus
umgesetzte, "gläserne Produktion" sehr am Herzen.

Über die Fortschritte dieser Arbeiten, die bereits begonnen haben, werden wir auf unserer Homepage in unregelmäßigen Abständen informieren.